Was der NeuroDesignTest misst — und was er ausdrücklich nicht misst
Zehn Bereiche, 53 Prüfpunkte, ein Bericht im Postfach. Neun Prüfpunkte sind gemessen, die übrigen beruhen auf Ermessen — und genau das schreiben wir dir hin. Wie der Test arbeitet und wie du seine Zahl richtig liest.
Du kannst deine eigene Website nicht sehen. Das ist keine Kritik, sondern eine Eigenschaft des Gehirns: Du weißt, wo alles steht, du kennst jeden Satz, und du weißt, was du meinst. Ein Besucher weiß nichts davon. Er sieht eine Fläche, entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob sie ihn angeht, und liest erst danach — wenn überhaupt.
Genau deshalb helfen Meinungen an dieser Stelle so wenig. „Gefällt mir" und „bringt Anfragen" sind zwei verschiedene Fragen, und die erste beantwortet die zweite nicht. Der NeuroDesignTest ist unser Versuch, die zweite Frage so zu beantworten, dass man mit der Antwort etwas anfangen kann.
Was der Test tut
Du gibst eine Adresse und deine E-Mail an. Nach der Bestätigung des Links in der Mail ruft unsere Software die Seite auf, sieht sie sich an wie ein Besucher und geht sie anschließend gegen ein festes Raster durch: zehn Bereiche mit insgesamt 53 Prüfpunkten. Jeder Prüfpunkt bekommt Punkte, jeder bekommt eine Begründung. Am Ende steht eine Zahl von 0 bis 100 und, wichtiger, eine Liste dessen, was fehlt.
Die zehn Bereiche folgen der Reihenfolge, in der eine Entscheidung entsteht — vom ersten Bildschirm über Vertrauen und Beweise bis zur Handlungsaufforderung. Es ist dasselbe Raster, mit dem wir Kundenprojekte prüfen; wir haben es nicht für den Test erfunden, sondern den Test aus ihm gebaut.
Neun Prüfpunkte sind gemessen. Die übrigen sind Ermessen.
Das ist der Teil, den kein Anbieter gern schreibt, und der einzige, der den Bericht brauchbar macht.
Neun Prüfpunkte sind gemessen und nachgerechnet: Farbkontraste nach WCAG, Positionen im Seitenaufbau, Ladegewicht, Meta-Angaben. Diese Werte sind Lauf für Lauf identisch. Wenn sich dort etwas ändert, hat sich an deiner Seite etwas geändert — nicht an unserer Bewertung.
Die übrigen beruhen auf einer Einschätzung. Ob eine Überschrift wirklich ein Muster durchbricht, ob ein Beweis als Beweis gelesen wird, ob der nächste Schritt eindeutig ist — das lässt sich nicht mit einem Lineal messen. Ein Sprachmodell bewertet diese Punkte nach unseren Vorgaben. Zwei Prüfungen derselben Seite unterscheiden sich dabei typischerweise um mehrere Punkte.
Daraus folgt die einzige Regel, die du beim Lesen brauchst: Erst ab etwa zehn Punkten Unterschied bedeutet eine Veränderung wirklich etwas. Wer nach einem Umbau von 61 auf 64 klettert, hat nichts bewiesen. Wer von 61 auf 74 klettert, schon.
Wie du die Zahl richtig liest
Die Gesamtzahl ist die uninteressanteste Zeile im ganzen Bericht. Sie taugt als Startwert und sonst zu wenig. Was etwas sagt, ist die Ebene darunter:
- Welche Bereiche rot sind. Zehn Bereiche, drei Farben. Zwei rote Bereiche sagen dir mehr über deine nächsten zwei Wochen als jede Gesamtzahl.
- Welche einzelnen Prüfpunkte fehlen. Jeder trägt eine Begründung in derselben Sprache, in der du mit Kunden sprichst — nicht „CTA-Hierarchie suboptimal", sondern welcher Satz fehlt und warum.
- Was sich zwischen zwei Läufen verändert hat. Der Vergleich je Prüfpunkt ist aussagekräftig, auch wenn die Gesamtzahl steht.
Und die drei wichtigsten Schritte stehen am Ende des Berichts, sortiert nach dem, was zuerst etwas bringt.
Was der Test nicht ist
Er ist keine Zusicherung, dass deine Seite eine bestimmte Eigenschaft hat. Er ist kein Gutachten. Er sagt nichts über Rechtskonformität, Barrierefreiheit oder Sicherheit deiner Seite aus — auch wenn er Kontraste misst, ersetzt er keine Prüfung nach den Barrierefreiheitsregeln. Und aus der Punktzahl lässt sich kein wirtschaftlicher Erfolg ableiten: Niemand kann dir seriös sagen, dass 80 Punkte doppelt so viele Anfragen bedeuten wie 40.
Was er kann: dir zeigen, wo ein fremder Blick hängen bleibt, und zwar begründet.
Wo er läuft und was mit deinen Daten passiert
Die Auswertung läuft auf unserer eigenen Hardware in Österreich. Es gehen keine Daten an fremde KI-Dienste. Die Bildschirmfotos deiner Seite löschen wir direkt nach der Auswertung.
Den Bericht bekommst du nicht als Anhang, sondern als Seite mit einem Link, den nur du hast — und mit einem PDF zum Herunterladen. Nach 14 Tagen löschen wir Datei und Seite. Ein Anhang in fremden Postfächern ließe sich nie wieder zurückholen; eine Löschzusage wäre dann eine Lüge.
Der Test läuft nur auf ausdrückliche Anforderung und erst, nachdem du den Link in der Mail bestätigt hast. Wer die Analyse einer Website anfordert, versichert damit, dazu berechtigt zu sein.
Was du mit dem Ergebnis machst
Am besten nichts Großes. Nimm die zwei rotesten Bereiche und den ersten der drei Schritte, ändere genau das, und lass den Test in zwei Wochen noch einmal laufen. Wenn sich der betroffene Prüfpunkt bewegt hat, war es die richtige Änderung. Wenn nicht, hast du in zwei Wochen eine Erkenntnis statt einer Vermutung.
Der Test kostet nichts, und du bekommst das Ergebnis in der Regel in weniger als 30 Minuten. Was du daraus mitnimmst, gehört dir — auch dann, wenn wir nie zusammenarbeiten.
Website-Test anfordern — oder, wenn du den Bericht lieber gemeinsam durchgehst: 30 Minuten per Video.
Aufbau und Grenzen des Rasters: Stand September 2026. Die Angaben zu Messung, Streuung und Löschfristen stehen wortgleich im Impressum.
Quelle: Luminant Mind e.U., Wien — Aufbau und Grenzen des eigenen Prüfrasters, Stand September 2026
Willst du wissen, wo deine Seite steht?
Wir sehen uns deine Seite an und schicken dir eine Auswertung mit Punktzahl — 10 Bereiche, für jeden Punkt eine Begründung.
- eigene Software, kein fremdes Werkzeug
- Auswertung lokal in Österreich
- Analyse ohne fremde KI-Dienste
- jederzeit widerrufbar
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